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Rathaus Aktuell

Geflügelpest: Landratsamt erlässt Allgemeinverfügung

Geflügelpest: Landratsamt erlässt
Allgemeinverfügung


(Schwarzwald-Baar-Kreis) Nachdem das Veterinäramt des
Schwarzwald-Baar-Kreises am Mittwoch, 24. März in bisher fünf Geflügel-
Kleinbeständen die Geflügelpest feststellen musste, wurde jetzt eine
Allgemeinverfügung durch das Amt erlassen, die bis einschließlich 30. April
in Kraft ist. Darin wird ein Sperrbezirk und ein Beobachtungsgebiet
festgelegt. Die Geflügelpest ist in den Gemeinden Furtwangen, Schönwald
und Schonach im Schwarzwald-Baar-Kreis ausgebrochen. Aufgrund von
erweiterten Anforderungen zur Seuchenbekämpfung der EU- Kommission
und des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft muss für
die mit der Geflügelpest betroffenen Kleinhaltungen nun jeweils auch eine
Sperrzone und ein Beobachtungsgebiet eingerichtet werden. Ferner wird
der Schwarzwald-Baar-Kreis durch Ausbruchsbetriebe in anderen
angrenzenden Landkreisen mit weiteren Kontrollzonen betroffen. Insofern
hat die Anzahl der Sperrzonen sowie der Beobachtungsgebiete im
Landkreis deutlich zugenommen.


Zum Sperrbezirk wurden folgende Städte und Gemeinden erklärt:
Schonach, Schönwald, Furtwangen, Gütenbach, Triberg-Stadt und Triberg-
Nußbach, St. Georgen-Oberkirnach, Vöhrenbach-Langenbach und –Urach.
Zum Beobachtungsgebiet wurden folgende Städte und Gemeinden
erklärt: Unterkirnach, VS-Villingen und VS-Herzogenweiler, Triberg-
Gremmelsbach, St. Georgen-Stadt, St.Georgen-Langenschiltach, -Peterzell,
-Brigach und –Stockburg, Vöhrenbach und Hammereisenbach-Bregenbach
sowie Blumberg.


Für den Sperrbezirk und das Beobachtungsgebiet wurden unter
anderem folgende Maßnahmen angeordnet: Wer im Sperrbezirk Geflügel
hält, muss diese ab morgen, Donnerstag, 1. April in geschlossenen Ställen
oder unter einer Schutzvorrichtung halten.

Die Tierhalter müssen dem Amt
für Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung schnellstmöglich die
Anzahl der gehaltenen Vögel (mit Nutzungsart und Standort) und der
verendeten gehaltenen Vögel sowie jede Änderung anzeigen.
Gehaltene Vögel, Säugetiere, Fleisch von Geflügel und Federwild, Eier
sowie von Geflügel und Federwild stammende sonstige Erzeugnisse und


LANDRATSAMT
SCHWARZWALD-BAAR-KREIS
PRESSESTELLE
DIENSTGEBÄUDE
AM HOPTBÜHL 2
78048 VILLINGEN-SCHWENNINGEN
DURCHWAHL 07721 913-7386
TELEFAX 07721 913-8903
PRESSESTELLE@LRASBK.DE



Tierische Nebenprodukte dürfen weder in einen noch aus einem Bestand, Futtermittel dürfen
nicht aus einem Bestand verbracht werden.
Die weiteren Maßnahmen können der Allgemeinverfügung entnommen werden.
https://www.lrasbk.de/Öffentliche-Bekanntmachungen/


Hintergrundinfo:
Bei einem Aufzuchtbetrieb in Nordrhein-Westfalen ist die Geflügelpest ausgebrochen.

Dies wirkt sich auch auf den Schwarzwald-Baar-Kreis aus. In den vergangenen Tagen wurden von diesem
Aufzuchtbetrieb Junghennen an zahlreiche Kleinhaltungen in mehreren Landkreisen – so auch in
den Schwarzwald-Baar-Kreis - geliefert. Zwischenzeitlich sind Tiere in mehreren dieser Bestände
sichtbar erkrankt und teils verendet. Der Schwarzwald-Baar-Kreis ist davon mit bisher fünf Geflügel-Kleinbeständen betroffen.

Das Veterinäramt des Landratsamtes Schwarzwald-Baar-Kreis musste tätig werden und am Dienstag,
23. sowie am Mittwoch, 24. März insgesamt etwas mehr als 100 Hühner keulen. In allen
Beständen waren die Symptome der Geflügelpest, das heißt tote und morbide Hühner, eindeutig
vorhanden. Die Mitarbeiter des Veterinäramtes haben zahlreiche Proben zur Diagnosesicherung
entnommen und bereits an das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Freiburg
versandt. In der Zwischenzeit wurden die hochpathogenen Geflügelpesterreger in sämtlichen
Proben durch das Labor nachgewiesen. Eine Gefährdung der menschlichen Gesundheit besteht
derzeit nicht. Dennoch sollen keine toten Vögel mit ungeschützten Händen angefasst werden.
Offen ist, inwieweit bereits mit der Geflügelpest infizierte Hühner durch den fahrenden Händler
an weitere Geflügelhalter im Schwarzwald-Baar-Kreis verkauft wurden.
Dr. Michael Langer: „Wir rufen alle Geflügelhalter im Schwarzwald-Baar-Kreis, die Tiere im
Zeitraum vom 1. bis 22. März 2021 bei einem fahrenden Geflügelhändler erworben haben dazu
auf, sich schnellstmöglich mit uns in Verbindung zu setzen.“
Das Veterinäramt weist alle Geflügelhalter im Landkreis darauf hin, dass zum Schutz von
Nutzgeflügel die geforderten Biosicherheitsvorkehrungen sorgfältig umgesetzt werden müssen.


Ansprechpartnerin beim Veterinäramt des Landratsamtes Schwarzwald-Baar-Kreis ist Dr. Diana
Engesser, Telefon: 07721-913-5071, Mail: veta@lrasbk.de.

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