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Schmid spricht zu Internet und Handy
Artikel aus dem Südkurier vom 11.03.2010

Eine Woche keine Glotze, Handy oder Computer - können wir wirklich darauf verzichten?Welche Gefahren lauern hinter all den neuen Medien?Wie kann man sich all diese Neuheiten zu Nutze machen?

Triberg (ufl) Der Fortschritt von Computer, Handy und Internet ist heute sehr schnell. Für die Kinder und Jugendlichen sind diese modernen Medientypen nicht mehr weg zu denken. Meist ist ihr Wissen in Anwendung von Internet und Handy dem ihrer Eltern weit voraus. Wie geht man aber richtig damit um? Welche Risiken und welche Möglichkeiten stecken hinter der „virtuellen Welt"? Viele Eltern und Pädagogen waren der Einladung zum Informationsabend ins Kurhaus gefolgt.

Johannes Schmid, der als Präventionsbeauftragter zusammen mit Medienpädagoge Michael Malina referierte, verdeutlichte den Eltern an zahlreichen Beispielen, wie wichtig das Vertrauen und die Gespräche zwischen Kindern und Eltern sei. An erster Stelle stehe der eigentliche Sinn des Gerätes und sein Nutzen. Dabei spielten das Konsumverhalten und die Bewusstseinserziehung eine große Rolle. „Braucht das Kind wirklich das neueste Handymodell oder reicht ein Handy ohne viele Extras, um sich erreichen zu können?" fragte Malina das aufmerksame Publikum.

„Wissen Sie, wo sich ihr Kind gerade befindet und was es macht, wenn es im Internet surft?" gab Schmid zu Bedenken. Arglos würden Horrorszenarien oder verletzende Videos mit dem Handy aufgenommen und herum gereicht, ohne groß über die Folgen für die Gefilmten nachzudenken. Auch das illegale Herunterladen von Musikstücken sei ein Punkt, der besonders Kinder und Jugendliche betrifft. Schmid und Malina erklärten, dass jedoch nicht alles schlecht am Umgang mit Internet und Handy sei und kein Grund zur Panik bestehe, weil die Kinder gerne im Internet surfen.

Jedoch sollten die Eltern darauf achten, welche Seiten für die Kinder interessant seien und ihnen zu Computer, Internet und Fernsehen auch andere Freizeitmöglichkeiten anbieten. Schmid nannte zahlreiche Internetadressen, über die sich die Eltern und Pädagogen Tipps zu sicherem Umgang mit Handy und Internet informieren können. Er betonte jedoch, dass die Mitarbeit der Eltern hier ganz besonders gefordert sei und dies für die Eltern sehr viel Aufmerksamkeit und Arbeit bedeute. Entscheidend sei auch, wie man miteinander umgehe und sich respektiere. „Nur wenn wir selbst den Umgang mit den Medien kennen, können wir auch positive Werte und den Nutzen vermitteln", sagte er.